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30.08.2016 12:17

Das Smart Home ist auf dem Weg in den Breitenmarkt



Foto: Alexander Kirch/shutterstock.com

Intelligent vernetzte Gebäude, sogenannte Smart Homes, gibt es seit mehr als 15 Jahren. Heute und in Zukunft sind die smarten Wohnassistenten eine Notwendigkeit. Stichworte sind der demografische Wandel, die Bedrohung der Sicherheit und die Energiewende.

Ein Smart Home entlastet seine Bewohner von Routineaufgaben. Es misst Licht, Temperatur, Luftfeuchte und CO2, registriert Bewegung und entdeckt nicht verschlossene Fenster. Diese Informationen fließen in ein von den Bewohnern festgelegtes Regelwerk ein. Als Ergebnis werden Jalousien gefahren, Leuchten geschaltet, Heizkörperventile geöffnet oder Informationsmeldungen per Mail und SMS abgesetzt. Ein richtiges Smart Home arbeitet automatisch. Der Mensch greift nur dann ein, wenn von der vorgegebenen Routine abgewichen werden soll. Rollläden oder Leuchten grundsätzlich mit dem Smartphone zu bedienen, ist nicht smart.

Strenge Bauvorschriften haben in Deutschland dafür gesorgt, dass Neubauten und Sanierungen energetisch hochgradig gedämmt sind. Der Verbrauch von Heizenergie pro Quadratmeter sinkt, doch die Energie- und CO2-Ziele der EU lassen sich durch Dämmung allein nicht erreichen. Erst mit smarten Assistenten, die beispielsweise das Heizen zum offenen Fenster hinaus verhindern, oder die Raumtemperatur der Raumnutzung anpassen, lässt sich die letzte Etappe auf dem Weg zum Null-CO2-Haus erreichen.

Wie geht es weiter mit dem Smart Home?

Smart Home ist im Jahre 2016 Realität. Alle drei geschilderten Märkte wachsen rapide. Private Bauherren und die Wohnungswirtschaft haben den Nutzen und die Notwendigkeit smarter Techniken erkannt. Leider treffen Kundennachfrage und Angebot oft nicht zusammen. Handel und Handwerk warten oftmals passiv auf den Kundenansturm. Schlimmer noch: Kunden wissen nicht, an wen sie sich wenden sollen, denn es gibt keinen Smart Home-Shop oder Smart Home-Handwerker. Auf Seiten des Handels und Handwerks müssen alte gewohnte und in der Vergangenheit bewährte Gewerkegrenzen unbedingt überwunden, es muss mehr kooperiert und die jeweiligen Kompetenzen gebündelt werden.

Kongress will Lösungen im Smart Home aufzeigen

Auf dem Smart Home-Kongress am 5. und 6. Oktober 2016 in Würzburg wird Günther Ohland, Erster Vorsitzender der SmartHome-Initiative Deutschland e. V., das Thema in seiner Keynote am ersten Kongresstag aufgreifen. Auf der Kongressseite erhalten Sie weitere Informationen: www.smarthome-kongress.de

Quelle: Elektronikpraxis - den vollständigen Beitrag finden Sie HIER.