Branchen-News

15.10.2015 14:47

EEG-Umlage steigt um drei Prozent


6,354 Cent pro Kilowattstunde werden 2016 fällig


Foto: WDG Photo/shutterstock.com

Die EEG-Umlage steigt um drei Prozent und liegt 2016 bei 6,354 Cent pro Kilowattstunde gegenüber 6,17 Cent in diesem Jahr. Die Übertragungsnetzbetreiber haben offiziell den Anstieg für das kommende Jahr mit 0,18 Cent pro Kilowattstunde beziffert.

Angesichts des zeitweise bis zu fünf Milliarden Euro reichenden Überschusses auf dem EEG-Konto schien laut Mediendienst "pv magazine" eine weitere Senkung der EEG-Umlage möglich – doch diese Hoffnung erfüllte sich nicht.

Insgesamt liege der Umlagebetrag 2016 bei 22,88 Milliarden Euro, teilten die Übertragungsnetzbetreiber weiter mit. Zur Zusammensetzung der EEG-Umlage geben die Übertragungsnetzbetreiber in der dazugehörigen Studie an, dass 2,632 Cent auf die Photovoltaik entfallen; 2,014 Cent auf die Windkraft; 1,668 Cent auf die Biomasse und 0,123 Cent auf die übrigen Erneuerbaren. Die Liquiditätsreserve schlägt mit 0,647 Cent zu Buche, während der Einfluss des EEG-Kontostands mit -0,70 Cent beziffert werden. Ebenfalls umlagemindernd seien die sonstigen Kosten und Erlöse mit -0,03 Cent.

Während die Auszahlungen der Einspeisevergütung und der Marktprämie an Betreiber von Photovoltaikanlagen im Vergleich zu diesem Jahr im kommenden Jahr sogar sinken werden, weil immer mehr Solarstrom selbst verbraucht wird, steigen die Auszahlungen an die Betreiber von Windkraftanlagen beträchtlich. Vor allem die Windkraftwerke auf hoher See speisen ihren Strom sehr teuer ins Netz ein.

Allerdings muss auch gesagt werden, dass durch den privilegierten Letztverbrauch für energieintensive Unternehmen die EEG-Umlagekosten nicht gleichmäßig auf alle Verbraucher umgelegt werden. Dies erhöht dann auch den Wert der EEG-Umlage für die nicht-privilegierten Letztverbraucher - also die privaten Stromkunden und vornehmlich den Mittelstand.

Im Vergleich zu 2015 werden deutsche Privathaushalte im kommenden Jahr dadurch mit bis zu 280 Millionen Euro (inkl. MwSt.) mehr belastet.

Quellen: pv magazine/finanzen.net/photovoltaik.eu