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17.03.2017 07:44

Energetische Sanierung:


Hotels und Herbergen haben hohen Bedarf an Beratung


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Fast 40 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland werden für die Beheizung, Warmwasserversorgung, Beleuchtung und Klimatisierung von Gebäuden benötigt. Obwohl Nichtwohngebäude in ihrer Anzahl (rund drei Millionen von ca. 21 Millionen beheizten/gekühlten Gebäuden) nur etwa 15 Prozent des deutschen Gebäudebestands ausmachen, entfällt auf sie etwa ein Drittel des Endenergieverbrauchs von Gebäuden. Damit hat die Energieeffizienz von Nichtwohnge-bäuden eine große Bedeutung auf dem Weg zum klimaneutralen Gebäudebestand bis 2050.

Fast zehn Prozent der Fläche aller Nichtwohngebäude nehmen die rund 45.000 Hotels, Ferienunterkünfte und andere Herbergen ein. Die Tourismusbranche gehört dabei insgesamt zu den wirtschaftsstarken Gewerbebetrieben in Deutschland, die jedoch große Herausforderungen bewältigen muss.
So stehen Ressourcenfragen ganz weit oben auf der Liste der Problemfelder in der Hotellerie. Die Suche nach qualifiziertem Personal ist ein wichtiges Thema, genau wie das Senken der Energiekosten. Denn trotz der in den letzten Jahren tendenziell gesunkenen Energiepreise bleiben die Energiekosten ein wichtiger Faktor, der darüber entscheidet, wie wirtschaftlich ein Hotel- oder Herbergsbetrieb arbeitet.

Auch wenn nach Schätzungen des DEHOGA die Energiekosten im Schnitt fünf bis sieben Prozent des Umsatzes eines Beherbergungsbetriebs ausmachen, so unterscheiden sich die Verbräuche doch stark von Betrieb zu Betrieb: Ein Luxushotel mit Wellnessbereich und mehreren Restaurants ist natürlich deutlich energieintensiver als eine einfache Gruppenunterkunft. Besonders spürbar sind die Energiekosten aber bei den Häusern mit ein bis zwei Sternen mit einem Umsatzanteil von fast acht Prozent. Entsprechend hoch ist dort der Energiebedarf pro Übernachtung.

Obwohl viele Betreiber den hohen Energieverbrauch als Problem erkannt haben, werden sie nur selten aktiv. Während größere Hotels meist über technisches Betriebspersonal verfügen, stehen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmer mit der Komplexität einer umfassenden energetischen Sanierung allein da.

Die Deutsche Energieagentur (dena) veröffentlichte dazu einen Fortschrittsbericht zum Modellvorhaben „Check-in Energieeffizienz“/Praxisbeispiele weisen den Weg zu mehr Energieeffizienz.

Quelle: dena