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27.03.2014 11:29

Licht- und Installationstechnikbranchen wieder auf Wachstumskurs



Foto: Shutterstock/violetkaipa


Die auf der Messe light+building vertretene Beleuchtungs- und Elektroinstallationsindustrie kehren nach einer Umsatzdelle im Jahr 2013 wieder auf den Wachstumspfad zurück.

„Von der light+building werden durch die dominierende LED-Technologie starke Impulse für die Beleuchtungsindustrie ausgehen. Das nährt den Optimismus der Branche mitten im Wandel“, betont Dr. Jürgen Waldorf, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbands Licht. „Für 2014 erwarten wir ein Umsatzplus bis zu fünf Prozent.“

Die im ZVEI organisierte, mittelständisch geprägte Lichtindustrie machte 2013 einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro – rund 5,8 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Das Geschäft zog jedoch im zweiten Halbjahr 2013 merklich an und erreichte im Inland zum Jahresende ein Plus von 2,8 Prozent. Die Hersteller professioneller Beleuchtungs-Systemlösungen erzielten 2013 insgesamt ein Umsatzplus von 6,3 Prozent, im Inland sogar von gut zehn Prozent. Kennzeichnend für die Branche ist eine zunehmend international vernetzte Wertschöpfung. Dabei blieben die Produktion im Inland mit 4,3 Milliarden Euro im Jahr 2013 und die Zahl der Mitarbeiter von rund 32.700 in etwa konstant.

Der Anteil der LED-Technologie am Umsatz in Deutschland von heute einem Viertel wird weiterhin stark wachsen. Bei Außenleuchten beträgt der LED-Anteil bereits jetzt fast 50 Prozent. „Das ist nicht zuletzt ein Ergebnis der ‚LED-Leitmarktinitiative‘, einer Kooperation von ZVEI, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, der Finanzwirtschaft, der Forschung sowie mehreren Bundesministerien“, so Waldorf. Weltweit wird 2016 LED-Technologie einen Anteil an der Beleuchtung von 45 Prozent haben, 2020 von 70 Prozent, prognostiziert McKinsey.

Die Branche der elektrischen Gebäude-Installationstechnik rechnet im laufenden Jahr mit leichtem Wachstum von zwei bis drei Prozent. 2013 stagnierte ihr Umsatz bei 7,3 Milliarden Euro. Etwa die Hälfte davon basiert auf Importen. Treiber der Installationsbranche sind Gebäuderenovierungen und Modernisierungen. „Den weitaus größten Anteil am Umsatz hat zwar noch das konventionelle Basisgeschäft mit Stromversorgungen, Kabelmanagement, Steckern, Installationsausstattung“, berichtet Klaus Jung, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbands Elektroinstallationssysteme.
„Technologisch setzt die Branche jedoch zunehmend auf Gebäudeautomation und Smart Building.“ Dieses Segment der Installationstechnik verzeichnet seit über fünf Jahren eine jährliche Steigerungsrate von fünf Prozent. 2013 betrug der Umsatz-Anteil 150 Millionen Euro.

Die Produktion der Installationstechnik in Deutschland ist 2013 gegenüber um Vorjahr um knapp zwei Prozent auf 7,2 Milliarden Euro zurückgegangen. Etwa die Hälfte davon ging in den Export. In der Branche arbeiten in Deutschland rund 50.000 Menschen. „Diese Zahl hat sich über die Jahre kaum verändert“, so Jung.

Energieeffizienz steht im Fokus

Die light+building steht unter dem Leitsatz ‚Explore Technology for Life – die beste Energie ist die, die nicht verbraucht wird‘. Das Potenzial zum Energiesparen ist groß: 35 Milliarden kWh könnten nach neuesten Abschätzungen des ZVEI jährlich eingespart werden – allein durch energieeffiziente Beleuchtung in Handel, Gewerbe, Dienstleistungen, Industrie und Haushalten. Das entspricht umgerechnet 20 Millionen Tonnen nicht erzeugtem CO2 pro Jahr. Hohe Effizienzpotenziale können zudem mit bereits entwickelter Technologie in Gebäuden gehoben werden. Die Elektroindustrie sieht in Energieeffizienz die unverzichtbare zweite Säule der Energiewende neben der Erzeugung aus erneuerbaren Energien.

Quelle: ZVEI