Branchen-News

15.02.2016 13:42

Smart-Home-Studie


Der Massenmarkt ist bereit


Foto: Brian A Jackson/shutterstock.com

Das Marktforschungsinstitut Dr. Grieger & Cie. hat in Zusammenarbeit mit der SmartHome Initiative Deutschland e. V. im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 1.017 Deutsche zum Thema Smart Home befragt.

Untersucht wurden neben der aktuellen Marktgröße auch Nutzung und Nutzungswünsche verschiedener Smart-Home-Anwendungen, Treiber und Hemmnisse der unterschiedlichen Anwendergruppen, Bekanntheit und Zufriedenheit mit Herstellern sowie das perfekte Smart-Home-System aus Sicht der Nutzer und Interessenten.

Den Ergebnissen der Studie zufolge nutzen bereits 30 Prozent der Befragten Smart-Home-Anwendungen. Gut die Hälfte hat Interesse an einer Nutzung und lediglich jeder Fünfte lehnt eine Nutzung momentan noch komplett ab. Gründe für die Ablehnung finden sich vorrangig in den (vermeintlich) hohen Kosten für Anschaffung, Einbau und Betrieb der Anwendungen. Zudem herrscht unter den Anwendern eine allgemeine Unsicherheit hinsichtlich der Datensicherheit. Ein weiteres Hemmnis ist derzeit noch die Inkompatibilität von Geräten unterschiedlicher Hersteller. Dies spiegelt sich in dem Wunsch der deutschen Interessenten und Nutzer wider, die Steuerung aller Smart-Home-Anwendungen über eine einzige App vorzunehmen.

Energiemanagement- und Entertainment-Anwendungen liegen vorn

Die beliebtesten Anwendungen der deutschen Smart Home-Nutzer stammen derzeit aus den Bereichen Energiemanagement sowie Entertainment und Kommunikation. Einen weiter zunehmenden Trend zu Anwendungen stellte das Hamburger Institut im Bereich Sicherheit fest. »Die Breite an Smart-Home-Anwendungen ruft Hersteller und Anbieter unterschiedlichster Couleur auf den Plan. Dadurch verlieren die Marktteilnehmer bisweilen den Nutzer aus dem Blick«, erläutert Bianca Emmert, Studienleiterin bei Dr. Grieger & Cie. Marktforschung.
An dieser Stelle ist die Branche als Ganzes gefordert: »Um das rasante Wachstum des Smart Home Marktes der letzten Jahre fortzusetzen, müssen die Hersteller verbraucherorientiert handeln und vor allem Sorgen sowie Einstiegsängste abbauen und zudem eine stärkere Kommunikationsstrategie fahren«, so Emmert.

Quelle: elektroboerse-smarthouse.de

Erst im November 2015 hatte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in ihrer Untersuchung zum Thema Smart Home festgestellt, dass das intelligente Zuhause in Deutschland immer relevanter wird. Die von der GfK veröffentlichte Studie signalisierte einen deutlichen Aufwärtstrend. Danach hatten 90 Prozent der Befragten schon einmal etwas von Smart Home gehört bzw. konnten sie den Begriff einordnen. Ein Drittel kannte allerdings keine näheren Einzelheiten dazu.

Die GfK hatte das Smart Home für die Studie nicht nur in die Bereiche Komfort, Sicherheit und Energiesparen eingeteilt, sondern aus dem Komfortbereich drei separate Cluster gebildet. Die Ergebnisse im Überblick (Mehrfachnennungen waren möglich):
• Energiesparen: 51 Prozent
• Sicherheit: 49 Prozent
• Entertainment: 39 Prozent
• Hausgeräte: 37 Prozent
• Gesundheit: 29 Prozent

Mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit dürfte der Smart Home Einstieg in Deutschland also über die Installation von Energiespar- und Sicherheitskomponenten erfolgen.