Branchen-News

24.07.2015 12:36

Zuschüsse für Alarmanlagen, Beleuchtung und Sprechanlagen


Einbruchschutz: finanziert mit Krediten oder Zuschüssen der KfW


Ein neues Förderprogramm ermöglicht es Hauseigentümern, künftig KfW-Zuschüsse für Alarmanlagen und Einbruchsicherungen zu beantragen. Bislang war das nur im Rahmen anderer Baumaßnahmen möglich.

Der Bundestage hat das neue Förderprogramm "Kriminalprävention durch Einbruchsicherung" beschlossen. Es gewährt Haus- und Wohnungseigentümern sowie Mietern (mit Zustimmung des Eigentümers) Zuschüsse für Investitionen in den Einbruchschutz. Nach Angaben der "Welt" werden für das Programm im laufenden Jahr 10 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Jeweils weitere 10 Millionen sind für die Jahre 2016 und 2017 vorgesehen. Einzelheiten regeln Richtlinien des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Die neuen Richtlinien sehen vor, dass die Förderung zusätzlich zur steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen in Anspruch genommen werden kann. Die Summe für die Investition muss dabei mindestens 500 Euro betragen. 20 Prozent der Gesamtsumme werden gefördert, wobei allerdings der größtmögliche Zuschuss 1.500 Euro beträgt.

Eine Voraussetzung ist, dass der KfW vor Beginn der Baumaßnahme mindestens zwei Angebote vorgelegt werden, bzw. ein Angebot von einer zertifizierten Fachfirma. Die Auszahlung der Förderung erfolgt nach Vorlage der Originalrechnung.

Alarmanlagen bzw. Einbruchmeldeanlagen (EMA) machen durch Ton- und Lichtsignale auf Einbrecher aufmerksam und dienen somit vor allem der Abschreckung. Der Alarm wird entweder durch Bewegungsmelder oder Infrarot-Lichtschranken ausgelöst. An der Außenseite eines Hauses angebracht, können diese bereits das Näherkommen einer unbefugten Person melden.

Generell empfehlen Experten der Polizei eine gute Beleuchtung leicht zugänglicher Fenster und Türen. Durch die Verwendung von Bewegungsmeldern erhöhen Sie die Chance, dass Nachbarn oder Passanten auf ungebetene Gäste in Ihrer Immobilie aufmerksam werden.

Die KfW fördert den Einbau von Systemen zur Einbruchs- und Überfallmeldung, von Bewegungsmeldern und der Beleuchtung des Eingangsbereichs auch im Förderprodukt "Altersgerecht Umbauen".

Der beste Einbruchschutz nützt nichts, wenn Sie die Täter versehentlich selbst hereinlassen. Daher ist es wichtig, vor dem Öffnen der Tür zu überprüfen, wer davor steht. Hierfür eignen sich Weitwinkelspione, Gegensprechanlagen oder Videokameras im Eingangsbereich.

Die KfW fördert den Einbau von Türkommunikation und Gegensprechanlagen auch im Förderprodukt "Altersgerecht Umbauen". Der Einbau von Türspionen ist in diesem Förderprodukt ebenfalls förderfähig, wenn er im Rahmen weiterer barrierereduzierender Maßnahmen erfolgt.

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Dieser Service wurde bereitgestellt von e-masters GmbH & Co. KG, Hannover.
Quelle: KfW und "Die Welt"